Waldmorgen 12.11.2025


Grosse Schneideübung im Team :)

Am Freitag trainieren wir für die Schule. Im ersten Quartal haben wir uns viel im Bereich Mathematik beschäftigt. Zum Beispiel haben wir mit zwei Würfeln gewürfelt, wie viele Maiskörner unsere Liselotte (Handpuppe) essen darf, wir haben Muster mit bunten Steinen gelegt und diese in Raster zeichnerisch übertragen oder haben einen Weg in einen Raster eingezeichnet und diesen einem Kind diktiert, das den Weg nicht sehen konnte und wir haben ganz viele verschiedene Dinge gezählt. So haben wir die Mathematik mit viel Spass im Kindergarten erlebt.

Im ersten Quartal ging es bei uns darum einander zuerst kennen zu lernen. Danach konnten wir voll ins Thema Bauernhof abtauchen. Wir haben lustige Lieder gelernt und im Kreis einige Spiele gespielt. Im Fokus war immer, dass die Kinder sich langsam einleben und zu "einer Klasse" zusammenwachsen. Natürlich haben wir ganz viel über die Arbeit auf dem Bauernhof und die Tiere, die dort leben gesprochen. Die Geschichte von der Kuh Liselotte, die ihren eigenen Ruheplatz suchte, begleitete uns durchs Quartal, wie auch der Hahn Henri der eine Henne suchte und Henriette fand. Die Kinder lernten die Namen der Tiere, dessen Partner und Nachwuchs kennen. Ausserdem wurde besprochen, welche Produkte von welchem Tier stammen.
Lustig fanden die Kinder auch die Degustation von verschiedenen Milchsorten. Einige Kinder mussten über ihren Schatten springen um Ziegenmilch und Schafmilch zu testen, waren jedoch super überrascht davon, dass sie super schmeckte.
Auch Feinmotorisch lernten wir dazu. Wir lernten bewusst zu reissen, die Schere und den Stift richtig zu halten und auf der Linie zu schneiden/malen. So entstanden einige tierische Kunstwerke. Wir wollten mit allen Sinnen Erfahrungen sammeln, also malten wir auch mit den Händen und Fingern. Regelmässig musste somit das Spühlbecken neu geschrubbt werden und die Kinder mussten lernen, dass der Malschurz anbleiben muss, bis die Hände vollständig sauber sind. Es war ein sehr aufregendes und tolles erstes Quartal indem wir uns und die Bauernhoftiere kennenlernten.
Die tollsten Highlights aus diesem Quartal waren klar:
1. Der Bauernhofbesuch
2. Der Wandertag gemeinsam mit der ganzen Schule
3. Kochen der Grossen
4. Milchdegustation
5. Frische Butter herstellen und essen

In der zweitletzten Woche vor den Herbstferien durften wir passend zu unserem aktuellen Thema zu Familie Minder auf den Bauernhof. Dies war ein wunderbares Erlebnis, das die Kinderaugen strahlen liess. Voller Tatendrang durften Sie in drei Gruppen (mit jeweils einer Lehrperson) drei verschiedene Posten besuchen. Meine Gruppe startete bei den Kühen. Dort erfuhren die Kinder, was die Kühe essen und Herr Minder zeigte, wie man eine Kuh melkt. Wie erstaunt die Kinder waren, dass die Milch regelrecht aus der Zitze spritze. Aber auch die Kinder durften den Kühen nahe kommen. Sie durften sehen, wie das Silage herausgelassen werden kann und durften dieses anschliessend mit Plastikschaufeln oder von Hand den Kühen füttern. Dazu wurden die Kühe mit frischen Äpfeln vom Hof von unseren Kindern verwöhnt. Einige Kinder trauten sich sogar in die Krippe zu stehen um auch den scheuen Kühen ganz hinten einen Apfel zu bringen.
Danach durfte meine Gruppe weiter und die Maschinen des Hofes betrachten. Dazu folgte eine kleine vorsichtige Tour mit dem Traktor. Immer wieder wurden Stops eingelegt, um uns zu informieren, auf welchem Feld was wächst. Danach durften die Kinder auch in den grossen Traktor steigen und was viele freute, einmal hupen.
Dann wurde gemeinsam Znüni gegessen. Frau Minder backte für uns sogar einen köstlichen Zopf, dazu gab es auch frische Äpfel vom Hof. Was für ein tolles gemeinsames Znüni!
Unser letzter Posten waren die Kaninchen und Hühner. Beide Tierarten durften wir füttern. Die Kaninchen hatten sogar Nachwuchs. Die Kinder durften in eine Box sitzen und dort die vorwitzigen Kaninchenkinder streicheln. So ging der Tag voller Freude leider zu Ende und wir durften zum Schluss zusehen, wie die Kühe und Kälber auf die Wiese gelassen wurden. Wir gingen wieder zum Kindergarten zurück wo bereits die ersten Eltern warteten und die strahlenden Kinder empfingen.

Am Donnerstag 8.5.2025 haben wir uns auf die Kindergartenreise begeben. Begleitet wurden wir von Frau Ganija und Frau Streuli. Das Wetter passte super, es war weder zu heiss noch zu kalt und trocken.
Das erste Highlight war bereits die Reise. Die Kinder durften mit dem Bus und mit dem Zug nach Baden reisen. Dort angekommen liefen wir zusammen durch das "Städtli" bis das kleine Schild auftauchte "Zur Schlossruine". Die Kinder meisterten alle super die unzähligen Stufen, dabei waren alle voller Motivation. Sie genossen die Aussicht und riefen nach jedem Meter stolz: "Lueg mol, jetzt sind mir so höch wie d Dächer vo de Hüser!" "Jetzt sind mir scho höcher als d Hüser" "Jetzt sind mir jo höcher als de Chilleturm!" Erst als wir oben waren, fehlte es den Kindern an Worten. Sie waren überaus stolz und zu gleichermassen ehrfürchtig vor der alten Ruine. Sie erzählten sich Geschichten, wie man früher Angriffe von der Burgmauer aus stoppte, wie die Ritter hier wohnten und viele Räubergeschichten mehr. Natürlich erzählte auch ich als Lehrperson, was ich wusste. Die Kinder waren voll in ihrem Element und genossen gleichzeitig die wunderbare Aussicht.
Auf der Burg konnte dann feierlich das Znüni gegessen werden. Als wir gestärkt waren, ging es um den Abstieg. Dieser verlief erwartungsgemäss viel schneller, denn der Spielplatz lockte. Der einzige Stopp musste bei einem Toitoi-WC gemacht werden, denn als die Kinder das Toitoi sahen, mussten plötzlich doch wieder ganz viele kurz Pipi.
Auf dem Spielplatz "im Graben" unter den Brückenpfeilern, waren wir bis zum Mittag die einzigen. Die Kinder konnten in vollen Zügen geniessen und den ganzen Raum für sich einnehmen.
Es gab Trampolins, eine Burg aus Holz, Klettergerüste, verborgene Tunnels, Balanciermöglichkeiten, einen riesigen Sandkasten, Wasser zum Stauen, eine Spickbahn und sogar der Brückenpfeiler wurde mit Klettermöglichkeiten erklummen.
Die Kinder waren alle sehr mutig unterwegs und erkundeten jeden Centimeter des Spielplatzes, bis es hiess "Alle holen ihre Tasche und setzen sich an den Tisch". Da wir die einzigen auf dem Spielplatz waren konnten die Kinder gemeinsam am Tisch ihr Mittagessen geniessen. Natürlich waren die Süssigkeiten das Beste daran.
Danach wurde der Spielplatz etwas voller, viele Kindergruppen stiessen dazu, doch dies bremste die KInder keineswegs. Um 13:30Uhr wurde zusammengepackt und wir machten uns dem Fluss entlang auf den Heimweg. Auch diesen Weg genossen die Kinder mit vielen "Schau mal die schönen Blumen auf dem Bakon" und "wow der Weg ist so schön!" Zum Glück passten wir alle gemeinsam in den super hohen Glaslift. Das bescherte den Kindern noch kurz ein Europaparkfeeling.
Am Bahnhof angekommen hatten wir noch Zeit vor, die wir dann mit Glaceessen verbrachten. Die Glace hatten sich die Kinder wirklich verdient. Der Tag war wirklich super, die Kinder hatten alle so toll mitgemacht.
Auf dem Heimweg wurde es immer leiser im Bus und im Zug. Die vielen Eindrücke wurden verarbeitet und die Müdigkeit nahm zu. Immer wieder kämpften einige Kinder damit, die Augen offen zu behalten.




Dank einer Weiterbildung sind bei uns im Kindergarten wieder neue Methoden eingetroffen. Wir haben neu die Friedensbrücke eingeführt, damit die Kinder lernen, ihre Streitigkeiten untereinander selbst zu lösen. Dabei ist klar geregelt, wie der Streit gelöst wird. Beide Kinder stellen sich auf diesen Weg aus Karten. Das erste Kind beginnt und erzählt, was seiner Meinung nach vorgefallen ist, das zweite hört einfach nur zu. Dann machen beide Kinder einen Schritt vorwärts zur nächsten Karte. Das zweite Kind erzählt aus seiner Sicht was vorgefallen ist und das andere Kind hört zu. Dann wieder einen Schritt vorwärts. Bei der nächsten Karte erzählen beide nacheinander, wie sie sich gefühlt haben in diesem Moment. Zum Schluss gehen sie wieder einen Schritt aufeinander zu und versuchen in der Mitte des Weges einen Kompromiss oder eine gemeinsame Lösung zu finden.
Noch nicht alle Kinder haben diese Methode versucht, doch ein paar Kindern hat die Brücke schon geholfen. Das schwierigste ist momentan noch, eine gemeinsame Lösung zu finden. Oftmals endet es einfach in einem "du musst mir Entschuldigung sagen".
Weiter haben wir auch die "Komplimente-Dusche" eingeführt. Das Tageskind darf sich auf einen Stuhl setzen und alle Kinder dürfen zu ihm sagen, was ihnen nettes über dieses Kind in den Sinn kommt. Auch wenn dies nur ein kleiner Tropfen auf einen grossen Stein bedeutet, haben so alle einmal schöne Rückmeldung zu sich selbst bekommen und die Kinder lernen auch, wie man sich freundlich gegenübertritt und einander auch im Alltag sagen kann, was man am anderen toll findet. Dies soll das Selbstwertgefühl der Kinder etwas stärken.
Zuletzt haben wir auch noch die Tagesnachrichten eingeführt. Ich bastelte einen Fernsehr und die Kinder bastelten dazu eine Fernbedienung. Nun darf jeden Tag ein Kind die Nachrichten im Fernsehen verkünden. Diese werden mit Bildkarten strukturiert, damit die Kinder wissen, was
sie erzählen können. Begrüssung- Wetter- Neuigkeiten- Tagesprogramm- Verabschiedung

Hier eine Übung im Bereich Mathematik aus dem zweiten Kindergartenjahr. Die Kinder sortierten zuerst die Ziffern 1-12. So wurde der Zahlenstrahl eingeführt, der in der Schule folgen wird. Die Danach durften die Kinder ein Spiel daraus spielen. Jeweils ein Kind durfte "iluege" das andere nahm eine Ziffer weg. Das Kind musste nun herausfinden, welches Ziffer fehlte. Zum Anschluss suchten alle Kinder die Ziffern 1-12 im Kindergarten zusammen. Wer alle gefunden hatte, durfte sie zum eigenen Zahlenstrahl zusammenkleben und alle Ziffern mit einem Buntstift dreimal nachfahren. So kann Mathematik im zweiten Kindergartenjahr aussehen.

Auch im Kindergarten wurde Fasnacht gefeiert.

Wir durften bereits die erste Woche mit unserer tollen Praktikantin verbringen. Durch ihre Arbeit können die Kinder ganz viel profitieren, denn sie bringt neue Ideen, Ansätze und Methoden mit. Es ist sehr spannend für die Kinder, wie auch für mich als Praxislehrperson. So durften die Kinder an einem Nachmittag Experimente zum Thema Eis ausprobieren.
1. Wer schafft es seinen Eiswürfel am schnellsten zu schmelzen? Zur Verfügung stehen Handschuhe, Wasser, Handtücher, Salz und der eigene Einfallsreichtum
2. Eiswürfel aufeinander kleben mit Hilfe von Salz
3. Eiswürfel an eine Schnur kleben mit Salz
4. Möglichst viele Tiere auf die Styroporeisschollen bekommen
Wir hatten sehr viel Spass.

Wir hatten super viel Glück und durften den Samichlaus sogar bei Sonnenschein im Wald suchen. Die Kinder waren top motiviert, sie liefen super mit und sangen das Lied vom Samichlaus, teilweise sogar schon auf dem Weg. Der Samichlaus wurde ehrfürchtig begrüsst und auch er kam dazu, unser Lied und unseren Vers zu hören. Dann erzählte er der Klasse, was er beaobachtet hatte das ganze Jahr durch. Dabei sprach er von den Dingen, die die Kinder sehr toll machen, aber auch von Dingen, die sie etwas besser machen sollten im nächsten Jahr. 
Pünktlich zum Dezemberanfang wurde der Kindergarten weihnachtlich dekoriert. Die Kinder staunten am Montag, als sie den festlichen Kindergarten betraten, und waren voller Vorfreude. Mit der Dekoration zog auch unser Adventsritual in unserem Kindergarten ein. Dieses soll die Kinder etwas entspannen und gleichzeitig werden verschiedene Weihnachtslieder immer wieder gehört und gesungen.
Wir starten mit dem Lied „Oh Tannenbaum“, dazu legen die Kinder der Reihe nach eine gestaltete Weihnachtsbaumkugel auf das Tannenbaumplakat.
Danach darf ein Kind einen Stern von der Wand nehmen. Auf diesem ist ein Foto von den beiden Adventskindern. Die Adventskinder dürfen daraufhin das Lied „es Trukli vou Liebi“ auf dem Klangfenster begleiten (Instrumentenbogen mit verschiedenen Klangstäben, Saiten, Rasseln etc.) Dann sucht sich jeder eine/n Parter/in. Die Kinder dürfen zu zweit zum Lied „Rudolph mit der roten Nase“ tanzen. Um die Kinder dann wieder etwas zu beruhigen, bleiben sie in diesen Paaren. Eines der Kinder erhält einen Tennisball, das andere legt sich hin. Zum Lied „s gröschte Gschänk“ wird das eine Kind von seinem Partnerkind massiert. Danach werden die Rollen gewechselt.
Das Highlight der Kinder kommt zum Schluss. Die beiden Adventskinder dürfen sich in die Mitte des Kreises stellen. Während wir „de Stärn vo Bethlehem“ singen, lasse ich den einen Stern an einem transparenten Nylonfaden langsam von der Decke gleiten. Unten angekommen, wird er von den Adventskindern geleert. Darin befinden sich zwei tierische Schlüsselanhänger aus Holz, die bemalt werden können. Dann ist das Ritual zu ende und das Licht wird wieder angeschaltet.
Neu wird dann an Posten gearbeitet. Jede Woche werden 5 neue weihnachtliche Posten gezeigt, an denen die Kinder arbeiten können. Die Posten sind extra sehr unterschiedlich. Einige Posten sind zum Basteln, andere zum Genauschauen und wieder andere zum Knobeln. Die Kinder suchen aus, an was sie an diesem Tag gerne arbeiten möchten. Ist die Aufgabe erledigt, darf man sich bei Frau Mahrer einen Stempel holen und den Posten als „erledigt“ abstempeln. So erfahren die Kinder eine andere Unterrichtsform, die Werkstattarbeit, in der sie freier arbeiten können.
